Bern im bes­ten Licht

Die Anforderungen an die Berner Stadtbeleuchtung sind vielfältig. Sicher, sparsam aber trotzdem auch stimmungsvoll. Dank verschiedener Optimierungsmassnahmen konnte die Energieeffizienz in den vergangenen Jahren stark verbessert werden.

Sicher, sparsam und trotzdem stimmungsvoll; die Anforderungen an die Berner Stadtbeleuchtung sind anspruchsvoll und vielfältig. Mit der Unterstützung von digitalen Beleuchtungssystemen und der mittlerweile etablierten LED-Technologie konnte Energie Wasser Bern nicht nur die Energieeffizienz deutlich verbessern und die Lichtverschmutzung eindämmen, sondern auch die Verkehrssicherheit erhöhen. 

Die sogenannte dynamische Beleuchtung wird von Energie Wasser Bern bereits jetzt in einigen Quartieren eingesetzt und soll die bestehenden Leuchten schrittweise ersetzen. Diese neuen Strassenleuchten sind kommunikationsfähig und mit Bewegungsmeldern ausgestattet, die eine Beleuchtung nach Bedarf ermöglichen. Das heisst, dass die Helligkeit der Beleuchtung in den späten Abendstunden um 30 Prozent reduziert wird. Damit lässt sich Strom sparen und die Lichtverschmutzung eindämmen, was Tieren und Pflanzen zugutekommt. Dank Bewegungssensoren werden Verkehrsteilnehmende rechtzeitig erkannt und die Helligkeit wird automatisch wieder angepasst. Mittels Funksystem werden die Informationen über herannahende Fussgängerinnen, Velo- und Autofahrer zwischen den Leuchten übermittelt, was die Verkehrssicherheit zusätzlich erhöht. Nach dem Vorbeiziehen der Verkehrsteilnehmenden werden die Leuchten wieder in den «Sparmodus» versetzt. 

Energieeffizienz deutlich gesteigert

Energie Wasser Bern konnte den Stromverbrauch der Stadtbeleuchtung in den letzten 10 Jahren um rund 45 Prozent senken; dies obwohl in dieser Zeitspanne etwa 1700 zusätzliche neue Leuchtpunkte installiert wurden. Durch die intensiven Bautätigkeiten der vergangenen Jahre ist die Stadt gewachsen und es sind neue Quartiere wie Wankdorf City dazugekommen, die zusätzlich beleuchtet werden müssen. Die laufende Steigerung der Energieeffizienz ist eines der Ziele der Beleuchtungsrichtlinien der Stadt Bern, die ewb in den vergangenen Jahren jeweils klar erfüllt hat. Nebst neuen Installationen wird auch die bestehende Beleuchtung fortwährend unterhalten und auf den neusten technischen Stand gebracht.

Die Verkehrssicherheit steht an oberster Stelle

Oberste Priorität hat für Energie Wasser Bern aber immer die Verkehrssicherheit. Mit den neuen Leuchten werden die Strassen auch präziser und genauer ausgeleuchtet und die Verkehrssicherheit dadurch erhöht, denn schlecht ausgeleuchtete Verkehrsteilnehmende sind ein massives Sicherheitsrisiko. Die neuen Leuchten erhöhen aber auch das subjektive Sicherheitsempfinden der Menschen. Die gute Farbwiedergabe der neuen Leuchten verbessert die Erkennbarkeit von Personen in der Nacht, was den Aufenthalt im öffentlichen Raum angenehmer gestaltet. 

Atmosphäre darf nicht zu kurz kommen 

Energie Wasser Bern sorgt natürlich auch dafür, dass die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Altstadt Bern in einem warmen und ästhetischen Licht erstrahlt. Dazu hat der Energieversorger mit der städtischen Denkmalpflege abgeklärt, welche Lichtfarbe sich für das historische Stadtgebiet am besten eignet, und hat in den vergangenen Jahren alle 300 Leuchtstofflampen in den Lauben durch warmweisse LED-Einsätze ersetzt. Das bringt gleich zwei Vorteile für Bern: neben dem ästhetischen Stadtbild in der Nacht verbrauchen die neuen Leuchtröhren viel weniger Strom. 

Die öffentliche Beleuchtung der Stadt Bern in Zahlen

(Stand Dezember 2021)

0
Lichtpunkte
0
dy­na­mi­sche Leuch­ten
0
Leuch­ten mit La­de­funk­ti­on
0
Mit­a­r­bei­ten­de, die für die Be­leuch­tung im Ein­satz sind
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Blick in die Zukunft

«Das gut ausgebaute Netz der öffentlichen Beleuchtung eignet sich für verschiedene Verwendungszwecke. Alle neu installierten Leuchten verfügen über eine Steckdose, an der verschiedene Messinfrastrukturen montiert werden können, beispielsweise um die Temperatur oder die Luftqualität zu messen. Die Leuchten sind auch sonst vielseitig einsetzbar und könnten für die Verkehrszählung und die Steuerung von Ampelanlagen oder als künftige Orientierungspunkte für selbstfahrende Fahrzeuge verwendet werden.»