Für Bern

Infrastrukturvorhaben sind nicht nur eine Herausforderung für die Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern. Sie stellen zuweilen auch die Geduld der Bevölkerung auf die Probe. Eine frühzeitige, gezielte und transparente Baustellenkommunikation sorgt für gegenseitiges Verständnis.

Baue Gutes und sprich darüber

Die Netzinfrastruktur von Energie Wasser Bern bildet das Rückgrat der sicheren, zuverlässigen und effizienten Versorgung der Stadt mit Energie, Wasser, öffentlicher Beleuchtung und Breitbanddaten. Zu den Hauptaufgaben des städtischen Energieversorgers gehört deshalb die systematische Instandhaltung der Werkleitungen. In Abstimmung mit den Unternehmenszielen saniert und erneuert Energie Wasser Bern seine Netze fortlaufend oder baut diese weiter aus.

Nicht weniger als 90 Bauprojekte

Der Ausbau des Fernwärmenetzes ist nur das grösste Infrastrukturvorhaben, das Energie Wasser Bern in den kommenden Jahren realisiert. Daneben gibt es zahlreiche andere Bauprojekte, an denen der Energieversorger aktuell beteiligt ist. Die am meisten beachteten Baustellen dürften das Projekt «Dr nöi Breitsch», die Sanierung der Monbijoustrasse oder die Erneuerung des Unterwerks Engehalde sein.

Im Bereich Netze sind 30 Mitarbeitende mit der Projektierung und Realisierung von rund 90 Bauprojekten beschäftigt. Dazu gehören auch Bauvorhaben, die in einer sogenannten Bauherrengemeinschaft mit Partnern wie dem Tiefbauamt oder Bernmobil realisiert werden. Übergeordnetes Ziel dieser Bauherrengemeinschaften ist eine abgestimmte und koordinierte Vorgehensweise, um die Belastungen für die Anwohnerinnen und Anwohner so gering wie möglich zu halten, Synergien zu nutzen und die Baukosten zu minimieren.

Geduldsprobe für die Bevölkerung

Die Herausforderung besteht aber nicht nur in der Arbeit im Graben. Eingriffe an Werkleitungen sind zwar notwendig, stellen aber auch die Geduld der Bevölkerung auf die Probe – sie verursachen Lärm, Staub, Dreck und Verkehrsbehinderungen. Auch die Mitarbeitenden von Energie Wasser Bern erleben auf den Baustellen immer mal wieder, dass ihre Tätigkeiten negative Reaktionen auslösen. Bei manchen Bauvorhaben kommt es zudem zu Einsprachen, was die gesamte Projektabwicklung verzögert und teilweise zu erheblichen Mehrkosten führt. Entsprechend wichtig ist es, die Anwohnerinnen und Anwohner zu sensibilisieren und ihnen den Grund und den Nutzen von Sanierungsarbeiten aufzuzeigen. Das bedingt eine gezielte, frühzeitige, transparente und effektive Baustellenkommunikation. Die Erfahrung zeigt: Werden die Betroffenen rechtzeitig über ein Bauvorhaben und dessen Zweck informiert, werden auch die unangenehmen Begleit erscheinungen viel eher in Kauf genommen.

Vertrauen und Verständnis gewinnen

Energie Wasser Bern hat entsprechende Bemühungen in den vergangenen Jahren weiter intensiviert. Neben Informationsflyern, die im Perimeter von Baustellen verteilt, und Baustellentafeln, die auf Platz aufgestellt werden, versendet der Energieversorger gerade bei umfangreicheren Projekten Medienmitteilungen, führt Informationsveranstaltungen durch und informiert auf eigens dafür erstellten Websites. Dort können sich Interessierte über anstehende Bauetappen, etwaige Lärmemissionen, Nachtarbeiten oder Verkehrsbehinderungen auf dem Laufenden halten. So schafft Energie Wasser Bern noch mehr Transparenz, Vertrauen und Akzeptanz.


drnoeibreitsch.ch
monbijoustrasse.be
ewb.ch/engehalde

Gaswerkareal Bern

Das Gaswerkareal geht an die Stadt Bern

Mit 82.61 Prozent Ja-Stimmen hat die Berner Stimmbevölkerung am 9. Februar 2020 dem Erwerb des Gaswerkareals zugestimmt. Seit dem 1. Januar 2021 gehört dieses nun der Stadt. Auf der Industriebrache soll ein urbanes und vielseitig genutztes Quartier entstehen. Für die Entwicklung des Bauprojekts wird die Stadt Bern zuständig sein.

Bis es so weit ist, muss das Gelände saniert werden. Aufgrund der jahrzehntelangen Gasproduktion ist es stellenweise noch mit Schadstoffen belastet. Es ist ein grosses Anliegen von Energie Wasser Bern, sich in Anstand vom Gaswerkareal zu verabschieden und es in tadellosem Zustand zu übergeben. Deshalb will das Unternehmen den betroffenen Bereich raschestmöglich sanieren und das Areal der Berner Bevölkerung für eine Nachnutzung zugänglich machen.

Energie Wasser Bern plant den Start der Sanierung im dritten Quartal 2021 und den Abschluss der Arbeiten bis Ende 2023.