Pan­de­mie­pla­nung hat sich be­währt

Dank einem umsichtigen Krisenmanagement und der hohen Flexibilität der Mitarbeitenden war Energie Wasser Bern gut auf die ausserordentlichen Umstände einer Pandemie vorbereitet und hielt die Versorgung der Stadt Bern jederzeit aufrecht.

Um für ausserordentliche Situationen wie eine Pandemie gewappnet zu sein, hat Energie Wasser Bern vor fünf Jahren ein systematisches Business Continuity Management erarbeitet. Denn als systemrelevanter Betrieb trägt das Unternehmen eine besondere Verantwortung gegenüber den Bernerinnen und Bernern. Es muss die sichere Versorgung der Stadt mit Energie, Wasser und Internetdiensten gewährleisten – auch bei aussergewöhnlichen Ereignissen und in Krisen.

Frühzeitig Schutzmassnahmen ergriffen

In der Coronakrise hat die implementierte Pandemieplanung ihre Bewährungsprobe bestanden. Energie Wasser Bern war damit gut auf die ausserordentlichen Umstände vorbereitet. Bereits Ende Februar setzte der städtische Energieversorger ein Pandemieteam bestehend aus Mitarbeitenden von Unternehmensentwicklung, Personalmanagement und Kommunikation sowie Geschäftsleitungsmitgliedern ein. Neben den Schutzmassnahmen des Bundesamts für Gesundheit traf das Unternehmen eine Vielzahl interner Zusatzmassnahmen.

Peter Seiler, Christof Scherrer und Walter Schaad

Von links: Peter Seiler, Sicherheitsbeauftragter, Christof Scherrer, Leiter Nachhaltigkeitsmanagement, und Walter Schaad, Experte Nachhaltigkeit

Dazu gehörten unter anderem die Arbeit im Home-office, die Verlagerung von Sitzungen auf digitale Kanäle, häufigeres Reinigen der Büroräumlichkeiten und der Arbeitsplätze sowie die Schaffung zusätzlicher Parkplätze, damit die Mitarbeitenden den ÖV nicht benutzen mussten. Ausserdem wurden personelle Reserven gebildet, um allfällige krankheitsbedingte Ausfälle kompensieren zu können. Der Bereich Netze teilte seine Teams zeitlich und räumlich auf, um bei Erkrankungen Ansteckungsketten zu verhindern. Alle diese Vorkehrungen sorgten dafür, dass der Betrieb jederzeit reibungslos weiterlief.

Mitarbeitende informieren und betreuen

Die Aufgabe des Pandemieteams bestand ebenso darin, die Situation laufend zu beurteilen und Antworten auf die vielen konkreten Fragen zu finden, die sich in der Coronakrise stellten. Unter anderem ging es darum, Lösungen für Mitarbeitende zu finden, die zu den besonders gefährdeten Personen zählen, Betreuungspflichten nachgehen mussten oder durch die Schliessung von einzelnen Baustellen vorübergehend keine Aufgaben hatten.

Ein weiterer Fokus des Kernteams richtete sich auf die interne Kommunikation. Die Coronakrise zeigte einmal mehr, wie wichtig diese in Krisensituationen ist. Energie Wasser Bern informierte die Mitarbeitenden laufend via Intranet und Mitarbeitenden-App. Sehr gut kamen etwa die regelmässigen Videobotschaften des CEO an.

Unterstützung fürs Gewerbe

Bei vielen Gewerbebetrieben in der Stadt Bern liess der Lockdown im Frühling 2020 den Umsatz auf einen Schlag einbrechen. Es war absehbar, dass einige Unternehmen in Zahlungsschwierigkeiten geraten und ihre Energierechnung nicht mehr bezahlen können. Darum beschloss Energie Wasser Bern auch hier Sofortmassnahmen, um das lokale Gewerbe bei drohenden Liquiditätsengpässen nach Möglichkeit zu unterstützen. Der städtische Energieversorger setzte bei den Inkassoprozessen auf Kulanz und ein pragmatisches Vorgehen.